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Im tiefsten Brandenburg. Temmo und die Berliner Rasselbande sind am Boßeln. Ein Auto hält an, die Scheibe wird heruntergelassen und die Fahrerin fragt: „He, wat is’n dit für ne Fahne?“ Temmo antwortet: „Das ist die Flagge von Ostfriesland.“ Da sagt die Frau: „Ah, Ossis.“ Und fährt weiter.

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Wie man es macht, man macht es sowieso falsch. Auf der Arbeit werfen se mir noch vor, dass ich das Maul zu weit aufreiße, aber meine Zahnmedizinstudentinnen beklagen sich dann über meinen zu kleinen Mund.

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Habe in der Bibliothek eine gebrauchte Teetasse in einem Bücherregal entdeckt. Ich wäre zutiefst empört, wenn ich sie nicht selber vor ein paar Wochen dort vergessen hätte.

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Hallihallohalulala. Hier kommt nun endlich das diesjährige Silvester-Orakel für die treuen Leser. Bestimmt wieder jemanden vergessen, aber das gehört dazu.

Nachdem ich mich in den letzten Jahren doch sehr verausgabt habe, dachte ich mir heuer, dass es vielleicht einfach mal wieder der alte Klassiker sein darf: Bleigießen. Das bedarf also keiner großen Erläuterung. Ich habe also für jeden von euch gegossen und begutachtet und auch noch einen Deutungversuch obendrauf gelegt. Kostenlos.

Gießerei is the Message

Aber vielleicht weiß der eine oder andere ja sogar besser, was die gegossene Figur für ihn bedeutet. So oder so, alles wird gut. Ich wünsche euch ein geiles Jahr 2017. [Den gesamten Eintrag lesen…]

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Kleines Kind im Supermarkt trottete geistesabwesend seinen Eltern hinterher und murmelte versonnen: „Schnapsschnapsschnapsschnapsschnaps…“

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Normalerweise habe ich in dieser Nacht des Jahres längere oder kürzere Unterredungen mit Vorfahren von mir. Heute Nacht fand ich nur ein rosa Haargummi auf meinem Schreibtisch. Eine sonderbare Wendung der Dinge.

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Pünktlich zum diesjährigen Gallimarkt fand ich just ein fünfzehn Jahre altes Schriftstück wieder. Die kleine Glosse mit satirischer Intention, die auf einer Gallimarkt-Themenseite erschien, gehört zu meinen frühesten Zeitungsbeiträgen und war eine meiner ersten eigenständigen Veröffentlichungen in dem Blatt, bei dem ich damals ganz frisch tätig war: [Den gesamten Eintrag lesen…]

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Wie schon im vergangenen Jahr möchte ich hier einmal wieder die Gelegenheit nutzen, um allerlei nicht verwendetes Material in einem Blogbeitrag abzukippen. Die folgenden Gedanken-, Informations- und Zitatfetzen habe ich mir zu verschiedenen Gelegenheit in unterschiedlichem Grade geistiger Klarheit mit dem Hintergedanken notiert, dass man daraus ja bestimmt mal nen schönen Eintrag hier machen könnte. Meistens wusste ich beim Auffinden der Notiz dann nicht mehr so recht, wo das ganze herkam oder was ich mir dabei gedacht hatte. Also hier jetzt einfach mal alles zusammengeschmissen. Wer weiß, wozu es gut ist.

  • „Shaggy, so heißt doch der Hund von Scoobie Doo!“
  • Baby- und Kleintierbedarf
  • „Der Urwolfsburger hat einen sehr langen Oberkörper und sehr kurze Beine.“
  • der Lübecker Kartoffelwinter
  • „War da ein mumifizierter Affe am Eingang?“ – „Meinst du den Kassierer?“
  • eine Mettfahne
  • Rauchen macht keine Gewinner
  • „Der Champagner ist wie ein Satintuch auf der Zunge.“
  • „Der Champagner passt farblich zu unseren Möbeln.“
  • „Der Champagner schmeckt wie Erdbeersekt, wo man keine Erdbeeren mehr reintun muss.“
  • „Der hat auch noch nicht die Wurst vom Teller gerissen.“
  • die Schlachterdynastie
  • „Bald ist dein erstes Weihnachten, dann kriegst du auch einen Adventskalender. Jeden Tag eine Windel.“
  • der Rüffelalmanach
  • „Meine Schwiegermutter erkenne ich daran, dass sie den Hosenlatz offen hat.“
  • „Wie heißt das da unten, wo Prag drin ist?“
  • Star Trek II – Der Zorn des Kalifen“

Der/die Erste, der/die mir ’ne sinnvolle Geschichte schreibt, wo alles drin vorkommt, kriegt ein Bier oder ein stillens Mineralwasser.

 

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Einer meiner Geheimtipps bei schlechter Laune, ich habs vielleicht schon mal erzählt, sind die Theater- und Opernbesprechnungen im Deutschlandradio. Es gibt nur wenig, was da drüber geht. Aber dazu gehört der Fernsehkommentar beim olympischen Dressurreiten. Ganz toll. Zum Beispiel: „Also wer hier als Richter nicht die Zehn in der Passage gibt, ich glaube, der träumt noch auf dem falschen Planeten, von dem wie es auszuschauen hat. Das ist göttlich, die Zehn ist göttlich und wenn es göttlich ist, gebt die Zehn für diese Passage…“

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Erfahrungswerte

​In alten Zeiten, wenn ich wachte,
Was war es nur, was ich dann machte,
Um den Schlaf herbei zu locken?
(Bestimmt ging’s nicht mit Haferflocken.)

Das Fernsehen war oft meine Wahl.
Schon damals war das meist fatal.
Und heut seh ich da nur Olymper.
Und das sind alles nur noch Stümper.

Manchmal las ich auch ein Buch.
Doch das Problem bei dem Versuch:
Die Augen blieben dabei offen.
Besser wär’s, ich hätt‘ gesoffen.

(Hab ich manchmal auch getan,
Doch meistens musst ich morgens fah’n.)
Mir half auch nie das Schafe zählen,
Das war, wie mit ’ner Harfe quälen.
(Das kann ich wirklich nicht empfehlen…)

Nur eins kommt mir noch in den Sinn,
das seit der Zeiten Anbeginn
Des Wachens Teufelskreis durchbricht:
Man schreibe einfach ein Gedzzzzzzzzzzzzzz…..

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Es mag an mir liegen, oder aber an der finsteren Zeit, in der wir leben,  aber dieses Ensemble auf dem Campus der Universität – unweit der Hauptbibliothek – sieht aus wie das Familiengrab einer Mathematiker- oder Informatiker-Dynastie.

 

Informatikerfamiliengrab

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Es ist mal wieder Prüfungszeit. Das treibt ja immer wieder ganz besondere Blüten, aber da könnte ich hier Seiten drüber schreiben. Das verschiebe ich auf ein andermal. Und ich muss das ja seit geraumer Zeit auch von der anderen Seite des Schreibtischs aus erleben, das ist zumindest ein wenig weniger stressig.

Ich wollte eigentlich nur auf eine kleine Begebenheit hinaus, die mir beim mittagspäuslichen Herumlungern in der Sonne hinter den Seminargebäuden unterkam. Einige Studentinnen und Studenten auf dem Rumlungerplatz nebenan diskutierten nämlich rege über eine versemmelte Prüfung.

Ein Mädel analysierte schließlich eiskalt, aber nur eingeschränkt selbstkritisch: „Vielleicht war ich zu schlau.“ Das ist leider gar nicht mal so unwahrscheinlich.